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Nabruzzi, Ludovico

geboren 27.6.1846 Ravenna (Emilia Romagna),gestorben 23.9.1920 Ravenna, aus Ravenna. Sohn des Ettore, Apothekers. Stud. der Rechte. Sozialist und früh schon Mitglied der Internat. Arbeiter-Assoziation. 1872-73 Buchhalter bei Michail Bakunin in Minusio. N. schloss sich 1872 der föderalist. antiautoritären Internationale von Saint-Imier an und zog 1874 nach Lugano, wo er gelegentlich als Schreiber arbeitete. 1875 publizierte er mit Tito Zanardelli eine "Guida storico-descrittiva-commerciale di Lugano, Bellinzona e Locarno", gab die sozialist. Zeitschrift "L'Agitatore" heraus (fünf Nummern zwischen August und Oktober) und rief die dissidente Sektion Ceresio ins Leben, die unter dem Einfluss von Benoît Malon für den Bruch mit der Fédération jurassienne warb. 1877 wurde er in Paris verhaftet. 1881 nahm er am sozialist. Parteitag Norditaliens in Chiasso teil; im gleichen Jahr kehrte er endgültig nach Italien zurück. N. gehörte zu den Initianten des nationalen Anarchistenkongresses vom Jan. 1891 in Capolago.


Literatur
– M. Binaghi, Addio, Lugano bella, 2002

Autorin/Autor: Maurizio Binaghi / CN