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Manser, Bruno

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geboren 25.8.1954 Basel, 10.3.2005 (offiziell als verschollen erklärt), konfessionslos, von Appenzell. Sohn des Erich Hans, Chemiearbeiters, und der Ida geb. Räderstorff. Ledig. 1973 Matura in Basel, autodidakt. Ausbildung in den Bereichen Alp- und Landwirtschaft, Heilkunde und in versch. Handwerken. 1973-84 Senn und Schafhirt in Graubünden. 1984-90 lebte M. im Dschungel Borneos, wo er sich v.a. mit der Sprache und Kultur der Penan beschäftigte und Aufzeichnungen über Fauna und Flora machte. Als er sich zum Sprachrohr der bedrohten Penan machte, erklärte ihn die malaysische Regierung zum Staatsfeind. Nach seiner Flucht in die Schweiz 1990 klärte er mittels Vorträgen, Ausstellungen und Aktionen (1993 Hungerstreik in Bern) die Bevölkerung über das Schicksal der Penan und den Tropenholzhandel auf. Obwohl M. 1994 den Bindingpreis für Natur- und Umweltschutz und 2001 den Menschenrechtspreis der internat. Gesellschaft für Menschenrechte erhielt, hatten seine Forderungen (u.a. Deklarationspflicht für Tropenhölzer) politisch keinen Erfolg. 1990 gründete er die Umweltorganisation Bruno-M.-Fonds. Seit dem 25.5.2000 ist M. im Urwald bei Sarawak (Malaysia) verschollen.


Werke
Stimmen aus dem Regenwald, 1992
Tagebücher aus dem Regenwald, 1984-1990, 4 Bde., 2004
Archive
– Bruno-M.-Fonds, Basel, Mediothek
Literatur
– R. Suter, Bruno M., 2005

Autorin/Autor: Andrea Weibel