Wachtgeld

Das W. war bis ins 19. Jh. eine in der Schweiz wie in den angrenzenden Ländern übliche, von den Stadtbürgern erhobene Abgabe als Ersatz für den ursprünglich persönlich zu leistenden Wachtdienst (v.a. Mauer-, Tor- und Turmhut). Es diente zur Besoldung der angestellten Wächter. Den Bezug des W.s anstelle der persönlichen nächtl. Gassenwache führten ab dem 17. Jh. auch die grösseren Dörfer ein. Abgabepflichtig waren die Hausvorstände, darunter auch die Witwen. Dagegen mussten Feuerwehr und Feuerwache vor dem 19. Jh. unbedingt geleistet werden.


Literatur
Idiotikon 2, 273
– W. Schomburg, Lex. der dt. Steuer- und Zollgesch., 1992, 398 f.

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler