30/06/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Albligen

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Schwarzenburg. Halbenklave links des Sensegrabens im Kt. Freiburg, mit dem Dorf A., den Weilern Harris (Burgergem.), Wallismatt und Änetmoos. 1148 Albennon, 1346 Alblingen. 1850 694 Einw.; 1900 650; 1950 473; 2000 483. Röm. Siedlungsreste im Harris. A. kam mit der savoy. Herrschaft Grasburg 1423 als gemeine Herrschaft an Bern und Freiburg. Die Kapelle (1485 erbaut, Peter-und-Pauls-Patrozinium, 1823 Neubau) war der Kirche Ueberstorf unterstellt. Nach der Reformation teilte man A. der Kirchgem. Wahlern zu, erhob sie jedoch schon 1538 zur selbständigen Kirchgem. Die Gem. betrieb eine Taverne (1734) und ein Ofenhaus. Neben dem Ackerbau wurde Sandstein abgebaut. Im Weiler Choried steht ein 1727 erbauter Freiburger Patriziersitz (u.a. Fam. Müller, Praroman). 1803 kam A. zum Kt. Bern, was den Ausbau des Verkehrsnetzes beschleunigte: 1826 Bau der ersten Sensebrücke, 1874 Strasse nach Flamatt zur Bahnstation. Seit 1922 bestehen Postkurse nach Schwarzenburg und Flamatt. 1990 waren 70% der in A. wohnhaften Erwerbstätigen Wegpendler, v.a. in die Region Bern. A. hat sich seine landwirtschaftl. Struktur mit 46% der am Ort Erwerbstätigen im 1. Sektor (1990) erhalten.


Literatur
– S. Grogg-Roggli, H.U. Gerber, A. einst und jetzt, 1983

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler