Sapaudia

Gall. Name (Sapa-uidia, "Land der Tannen") für die Region, in der Flavius Aëtius 443 die Burgunder nach ihrer Niederlage ansiedelte. Die Lokalisierung der zwischen dem Ende des 4. und dem Beginn des 6. Jh. erw. S. (Sabaudia, Saboia und davon abgeleitet Savoyen) ist umstritten. Nach neuen Forschungen soll das Gebiet dem südl. Teil der Provinz Maxima Sequanorum entsprochen haben. Es soll den Raum der drei Civitates Genf (bis zum Zusammenfluss von Ain und Rhone), Nyon und Avenches-Windisch sowie das Gebiet zwischen Aare und Rhein umfasst haben. Yverdon (Eburodunum Sapaudiae), das in der "Notitia Dignitatum" von 425/455 als Standort des Präfekten der Schiffsflotte (Praefectus barcarorum) erwähnt ist, gehörte auch dazu.


Literatur
– J. Favrod, Histoire politique du Royaume burgonde (443-534), 1997
– X. Delamarre, Dictionnaire de la langue gauloise, 2003
– R. Kaiser, Die Burgunder, 2004
– C. Bonnet et al., Province ecclésiastique de Besançon (Maxima Sequanorum), 2007

Autorin/Autor: Regula Frei-Stolba / CN