Betty Bossi

Emmi Creola-Maag erfand in den 1950er Jahren die fiktive Kochlehrerin B. 1956 wurde die "Betty Bossi Post" als kostenlose Konsumenteninformation der Öl- und Speisefettproduzentin Astra herausgegeben. 1972 entstand daraus die "Betty Bossi Fachzeitschrift für modernes Kochen und Haushalten", die ab 1993 "Betty Bossi" hiess (Auflage 2005: 900'000, dt. und franz., hauptsächlich Abonnements). 1973 erschien das erste Kochbuch, jährlich folgten zwei bis drei weitere. Ausserdem wurden Koch- und Haushaltsgeräte vertrieben und eine Kochschule geführt. Die Betty Bossi Verlag AG wurde 1977 innerhalb der schweiz. Unilever-Gruppe gegründet und 1995 von der Firma Ringier übernommen; 1999 machte sie einen Gesamtumsatz von 65 Mio. Fr. Die weit verbreiteten Kochbücher und andere erfolgreiche Produkte beeinflussten die Schweizer Haushalte nachhaltig. Seit Nov. 2001 gehört B. je zur Hälfte dem Medienunternehmen Ringier und dem Grossverteiler Coop.


Literatur
– H.U. Michel Firmengesch. SAIS/ASTRA, 1991
– A. Kuhn «Das Feinmaleins», in Das Magazin, 1993, Nr. 13
TA, 7.9.2000

Autorin/Autor: Markus Lischer