• <b>Adolf Ogi</b><br>Studioaufnahme von 1995  © KEYSTONE / Martin Ruetsch.

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Ogi, Adolf

geboren 18.7.1942 Kandersteg, ref., von Kandersteg, Ehrenbürger von Kandersteg (1992) und Fraubrunnen (1999). Sohn des Adolf, Försters, Bergführers und Skilehrers, und der Anna geb. Wenger. ∞ 1972 Katharina Marti. Grundschulen in Kandersteg, 1958-61 Ecole supérieure de Commerce in La Neuveville, Swiss Mercantile School in London. 1963-64 Leiter des Verkehrsvereins Meiringen-Haslital, 1964-81 beim Schweiz. Skiverband, 1975-81 als Direktor, 1981-87 Generaldirektor und Verwaltungsrat der Intersport Holding AG. 1971-83 Vizepräs. des alpinen Welt- und Europakomitees der Fédération internationale de ski. Ab 1978 Mitglied der SVP (1984-87 Präs.). 1979-87 Nationalrat (u.a. 1982-87 Militärkomm., 1986-87 deren Präs.). Dez. 1987 Wahl in den Bundesrat. 1988-95 Vorsteher des Verkehrs- und Energiewirtschaftsdep. (EVED), 1995-2000 Vorsteher des Eidg. Militärdepartements (EMD) bzw. ab 1998 des Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). 1993 und 2000 Bundespräsident. O. realisierte das Transitabkommen mit der EU, die Revision des Luftfahrtgesetzes, den Energieartikel in der Bundesverfassung, das Programm Energie 2000, die Schaffung des Bundesamts für Kommunikation, die Restrukturierung der PTT und als Hauptprojekt die Neue Eisenbahn-Alpentransversale. Zu seinen polit. Rückschlägen gehört die Annahme der Alpeninitiative durch das Volk 1994. Als Vorsteher des EMD bzw. des VBS lancierte er den Beitritt zum Nato-Programm Partnerschaft für den Frieden. O. wurde während seiner Amtszeit zunehmend von seiner eigenen, vom nationalkonservativen Flügel dominierten Partei angegriffen. 2001-07 wirkte O. als UNO-Sonderberater für Sport. Major. 2005 Dr. h.c. der Univ. Bern.

<b>Adolf Ogi</b><br>Studioaufnahme von 1995  © KEYSTONE / Martin Ruetsch.<BR/>
Studioaufnahme von 1995 © KEYSTONE / Martin Ruetsch.
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Literatur
– H. Hubacher, O. - Macht und Ohnmacht, 2001

Autorin/Autor: Christoph Zürcher