• <b>Jean-Pascal Delamuraz</b><br>In seinem Büro im Bundeshaus 1984. Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).

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Delamuraz, Jean-Pascal

geboren 1.4.1936 Vevey, gestorben 4.10.1998 Lausanne, ref., von Longirod. Sohn des Henri, Garagisten und Gemeindepräs. von Paudex, und der Ruth geb. Ryser. ∞ Catherine Reymond, Chefsekretärin, Tochter des Frédéric, Kaufmanns. 1960 schloss D. das Stud. der Politikwissenschaften an der Univ. Lausanne mit dem Lizentiat ab. 1960-64 stellvertretender administrativer Direktor der Landesausstellung von 1964, 1965-70 ständiger Generalsekretär der freisinnigen Partei des Kt. Waadt. 1966-69 Gemeinderat (Legislative) von Lausanne, 1969-81 Stadtrat, 1974-81 Stadtpräsident. 1975-83 Nationalrat. 1981-83 Staatsrat (Dep. für Landwirtschaft, Handel und Industrie). D. wurde im Dez. 1983 zum Bundesrat gewählt, stand 1984-86 dem Militär- und dann dem Volkswirtschaftsdep. vor. 1989 und 1996 war er Bundespräsident. 1998 trat er aus Gesundheitsgründen als Bundesrat zurück. Im gleichen Jahr wurde er Ehrenpräs. der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz. D. war ein populärer Bundesrat und ein Anhänger des Beitritts der Schweiz zur EG bzw. EU. 1992 setzte er sich für den vom Volk verworfenen Beitritt der Schweiz zum EWR, später für den Abschluss der bilateralen Abkommen ein. Er engagierte sich für die Reform der Landwirtschaftspolitik und die Liberalisierung des Binnenmarkts. Mit dem Ja der Stimmberechtigten zum WTO-Beitritt 1996 verzeichnete er einen seiner grössten Erfolge.

<b>Jean-Pascal Delamuraz</b><br>In seinem Büro im Bundeshaus 1984. Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>
In seinem Büro im Bundeshaus 1984. Foto von Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).
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Literatur
L'Hebdo, Nr. 41, 1998,
– D. Margot, Jean-Pascal D., 1998

Autorin/Autor: Alain Clavien / BE