01/12/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Grafschaft

Polit. Gem. VS, Bez. Goms, im Jahr 2000 hervorgegangen aus der Fusion der drei Gem. Biel, Ritzingen Selkingen. 2000 192 Einw. Die Bezeichnung G. für das Gebiet der Gem. Biel, Ritzingen, Selkingen und auch Gluringen ist erstmals in einer Urkunde von 1344 fassbar, dürfte aber wesentlich älter sein. Das Gebiet war 1237 durch Schenkung des Boso de Granges, Bf. von Sitten und letzter Spross der alten Grafenfam. de Granges (auch von Gradetsch genannt), in bischöfl. Besitz gekommen und besass bis 1799 eine eigenständige Blutgerichtsbarkeit, ausgeübt durch einen von der G. gewählten Ammann.


Literatur
– J. Lauber, «G. Biel», in BWG 3, 1905, 348-385
– L. Carlen, Gericht und Gem. im Goms, 1967, 126-132
– S. Noti, «Zur Gesch. der G. Selkingen, Biel, Ritzingen und Gluringen», in Vallesia 30, 1975, 1-48
Kdm VS 1, 1976, 382-408
– C. Biderbost et al., G. einst und heute, 1991

Autorin/Autor: Bernard Truffer