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Guggenheim, Silvain

geboren 4.8.1882 Baden, gestorben 28.1.1948 Zürich, isr., von Lengnau (AG). Sohn des Heymann und der Sophie geb. Bernheim. Ledig. 1897 Übersiedlung nach Zürich und kaufmänn. Lehre bei der Seidenfirma S.J. Bloch Sohn & Co., deren Geschäftsleitung G. später innehatte. Als Mitglied der jüd. Gemeinschaft Zürichs übernahm er vielfältige karitative Tätigkeiten in der Schweiz, u.a. in der jüd. Spitalpflege, für das jüd. Altersheim Lengnau und als Mitinitiant des jüd. Kinderheims Wartheim in Heiden. 1925 war er Mitbegründer und Quästor des Verbandes Schweiz. Isr. Armenpflegen (VSIA), ab 1933 beteiligte er sich massgeblich am Aufbau der jüd. Flüchtlingshilfe. 1938-44 präsidierte er den VSIA, der 1943 in Verband Schweiz. Jüd. Fürsorgen/Flüchtlingshilfen umbenannt wurde. 1939-46 gehörte G. der Geschäftsleitung des Schweiz. Isr. Gemeindebundes an, 1945 bis zu seinem Tod war er Vizepräs. der Schweiz. Zentralstelle für Flüchtlingshilfe. G. war eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Schweizer Judentums während der nationalsozialist. Bedrohung.


Archive
– AfZ, Bestand Schweiz. Isr. Gemeindebund
Literatur
– O.H. Heim, «Jüd. soziale Arbeit und Flüchtlingshilfe in der Schweiz», in Schweiz. Isr. Gemeindebund, Fs. zum 50jährigen Bestehen, 1954, 24-56
– J. Picard, Die Schweiz und die Juden 1933-1945, 1994
– D. Gerson, C. Hoerschelmann, «Der Verband Schweiz. Jüd. Fürsorgen/Flüchtlingshilfen (VSJF)», in Jüd. Lebenswelt Schweiz, 2004, 56-71

Autorin/Autor: Daniel Gerson