Mouvement féministe, Le

1912 gründete Emilie Gourd "Le M.", eine monatlich erscheinende Informations- und Propagandaschrift für die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Bis zu ihrem Tod 1946 war sie deren Chefredaktorin. 1948 wurde das Organ in zwei Publikationen aufgeteilt. Alle zwei Wochen erschienen abwechslungsweise "Le M." und die entschieden weniger militante Zeitschrift "Femmes suisses savez-vous?", die sich an eine noch nicht überzeugte Leserschaft, insbesondere an die Hausfrauen, wandte. 1960 fusionierten die beiden Titel zu "Femmes suisses et le mouvement féministe". Nachdem die Frauen 1971 das Stimmrecht erhalten hatten, setzte die Zeitschrift ihren Kampf für die Gleichstellung fort. 1999 wurde sie in "Femmes en Suisse" umbenannt und im Juni 2001 vollständig erneuert: Zum ersten Mal setzte sich das Redaktionsteam der neu "L'Emilie: presse féministe" getauften Zeitschrift nur aus jungen Frauen zusammen. "L'Emilie" erreichte 2008 eine Auflage von ca. 1'400 Exemplaren (2002 3'000). Sie ist wahrscheinlich die älteste feminist. Zeitschrift Europas oder gar der Welt.


Literatur
– M. Chaponnière, Devenir ou redevenir femme, 1992

Autorin/Autor: Martine Chaponnière / AHB