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Guye, Charles-Eugène

geboren 15.10.1866 Saint-Christophe (Gem. Champvent), gestorben 15.7.1942 Genf, von Les Verrières, La Côte-aux-Fées und ab 1923 von Plainpalais (heute Gem. Genf). Sohn des Philippe und der Elise geb. Besançon. Bruder des Philippe-Auguste ( -> 2). Stud. der Physik an der Univ. Genf, 1889 Promotion. 1890-93 Assistent, dann PD an der Univ. Genf, 1893-1900 PD am Polytechnikum Zürich. 1900-30 o. Prof. und Direktor des Physikinstituts der Univ. Genf. In Zürich beschäftigte sich G. mit Wechselstrom, polyphasigen Generatoren und Magnetisierungs- und Hysteresephänomenen, in Genf mit elektr. Lichtbögen und ihrer spontanen Rotation, Gasentladungen, mit der Bestimmung von Moleküldurchmessern sowie der inneren Reibung in Gasen unter hohem Druck und in Festkörpern. G. gelang die experimentelle Verifizierung der Abhängigkeit der Elektronenmasse von der Geschwindigkeit (sog. Lorentz-Einstein-Voraussage). Er verfasste philosoph.-biolog. Werke über die physikochem. Grundlagen der Evolution und die Grenzen der Physik und der Biologie sowie über 200 Artikel in wissenschaftl. Zeitschriften und Handbüchern. Zahlreiche Ehrungen.


Literatur
Compte rendu des séances de la Société de physique et d'histoire naturelle de Genève 60, 1943, 18-28
Archives des sciences physiques et naturelles, Ser. 5, Bd. 25, 1943, 57-79 (mit Werkverz.)
DSB 5, 597 f.

Autorin/Autor: Hans-Jürgen Hansen