No 8

Funk, Matthäus

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getauft 18.4.1697 Murten, gestorben 24.9.1783 Bern, ref., von Nidau. Sohn des Johann Lorenz, Postspediteurs aus Frankfurt am Main. Bruder des Johann Friedrich ( -> 6). ∞ 1725 Maria Magdalena Wäber, von Bern. Als Hintersassensohn ab 1706 in Bern bildete sich F. an unbekanntem Ort zum Tischler aus. Seine darauf folgende Wanderschaft führte ihn u.a. nach Frankfurt und Paris. Zurück in Bern produzierte F. als Ebenist (Kunsttischler) und Vergolder Möbel, insbesondere marketierte Kommoden mit kostbaren Beschlägen und Pendulengehäuse mit "Boulle-Einlagen". Seine Niederlassungsbewilligung in Bern (1724 als Hintersasse, 1757 als Habitant) verdankte F. seinen hervorragenden Fertigkeiten, die ihm obrigkeitl. Protektion vor Angriffen städt. Meister verschafften. 1734 nahm er Wohnsitz im städt. Kommerzienhaus. Er besass eine unüblich grosse Werkstätte, in der 1764 fünf dt. und schwed. Gesellen arbeiteten. In ihr war ab 1753 auch sein Sohn Daniel Beat Ludwig (1726-87) als Uhrmacher beschäftigt. Dazu arbeitete F. mit seinem Bruder Johann Friedrich zusammen. Auftraggeber waren Private und Gesellschaften aus Schweizer Städten und dem Ausland (z.B. der württemberg. Hof), ab 1745 auch der Rat von Bern. 1780 übergab F. die Werkstätte seinem Meistergesellen.


Literatur
– H. von Fischer, Fonck à Berne: Möbel und Ausstattungen der Kunsthandwerkerfam. F. im 18. Jh. in Bern, 22002

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler