Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega)

1952 gründeten einige Mitglieder der Schweiz. Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) um Rudolf Bucher in Twann die S. als private Organisation; die Abkürzung SRFW wurde 1980 durch Rega ersetzt, was für Rettungsflugwacht - Garde Aérienne steht. Unter der Leitung von Fritz Bühler löste sich die Rega 1960 von der SLRG, richtete eine gesamtschweiz. Alarmstelle ein und dezentralisierte die Flugrettung. 1979 entstand aus dem Verein eine private Stiftung, die durch Gönnerbeiträge (2009 rund 72 Mio. Fr.) getragen wird. Ab 1965 war die Rega eine Hilfsorganisation, seit 1981 ist sie Korporativmitglied des Schweiz. Roten Kreuzes.

1952 kamen erstmals die in England ausgebildeten Rettungsfallschirmspringer zum Einsatz. 1957 stellte die Rega dem Gletscherpiloten Hermann Geiger einen ihr geschenkten Helikopter für Einsätze im Wallis zur Verfügung. 1960 erfolgten mit einem gemieteten Flugzeug die ersten Repatriierungsflüge, 1973 schaffte die Rega den weltweit ersten Ambulanzjet an. Seit 1975 werden Rettungshelikopter auch bei Strassenunfällen eingesetzt. Der Leitgedanke der Rega lautet, medizin. Hilfeleistung direkt an den Unfallort zu bringen. Mit selbstentwickelten Techniken setzte die Rega auch international neue Massstäbe im Rettungswesen, u.a. auch durch ihre Helikopter-Symposien.

2009 waren auf elf der Rega gehörenden und zwei von Partnern betriebenen Basen 18 Helikopter und drei Ambulanzjets samt Personal stationiert. Der Hauptsitz befindet sich am Flughafen Zürich-Kloten. Von den 14'013 Einsätzen erfolgten 10'443 mit Helikoptern (Rettungsflüge und Verlegungen), 1'184 mit Flächenflugzeugen (Repatriierungen). Mit 308 Voll- und Teilzeitbeschäftigten erzielte die Rega in diesem Jahr einen Umsatz von 141 Mio. Fr.


Literatur
Jb., 1961-
Aus dem Tagebuch der S., 1982
– F. Engesser, H.-P. Kurz, Die Rega, 2002

Autorin/Autor: Urs Boschung