No 1

Rinaldi, Antonio

geboren 20.11.1816 Tremona (heute Gem. Mendrisio), gestorben 27.9.1875 Tremona, kath., von Tremona. Sohn des Giulio und der Anna geb. Andreazzi. ∞ 1846 Giulia Carolina Andreazzi. 1829-41 besuchte R. die Akad. Brera in Mailand, an der er Schüler von Luigi Sabatelli und Studienfreund von Vincenzo Vela war. Danach liess er sich in Tremona nieder. R. arbeitete fast ausschliesslich im Mendrisiotto und in der Lombardei. Der vielseitige Künstler schuf religiöse Werke, Historienbilder, Porträts und Genrebilder. R. malte auch Fresken, von denen viele erhalten sind, u.a. in den Kirchen von Balerna, Besazio und Capolago. Als Vertreter der Romantik und des Verismus war er der bedeutendste Künstler des Tessins um die Mitte des 19. Jh. In seinen Arbeiten liess sich R. von den lombard. Malern Angelo Inganni und Cherubino Cornienti, v.a. aber von den Bergamaskern Giovanni Carnovali, genannt il Piccio, Giacomo Trecourt und Giuseppe Rillosi inspirieren.


Literatur
– J. Soldini, La Pinacoteca Züst, 1988, 72 f.
La ricerca di un'appartenenza, 1803-1870, Ausstellungskat. Lugano, 2001, v.a. 433 (mit Bibl.)

Autorin/Autor: Mariangela Agliati Ruggia / CHM