• <b>Auguste Cornaz</b><br>Bildnis aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", erschienen 1888 bei Orell Füssli in Zürich (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).

No 2

Cornaz, Auguste

geboren 28.7.1834 Ballaigues, gestorben 13.5.1896 Lausanne, ref., von Moudon und La Chaux-de-Fonds (ab 1871). Sohn des Charles-Antoine-Samuel, Pfarrers, und der Benjamine geb. Langin. ∞ 1858 Emma Maillardet, Tochter des Julien, von Fontaines (NE). 1852-53 Rechtsstud. in Lausanne, 1854-55 in München. Anschliessend unterrichtete C. zwei Jahre am Gymnasium in Moudon und trat dann in Bern eine Stelle als Übersetzer des Nationalrats an, die er bis 1864 innehatte. Dort war er auch als Redaktor der radikalen Zeitung "La Suisse" tätig, die er 1857-60 leitete. 1859 begleitete er Caspar Latour als Sekretär nach Neapel zu den Verhandlungen über die Entlassung der vier Schweizer Regimenter, die nach dem Verbot der fremden Dienste noch im Sold des Königreichs standen. Nachdem C. sich 1860 in La Chaux-de-Fonds niedergelassen hatte, arbeitete er 1860-64 als Redaktor des "National suisse", des Organs der Neuenburger radikalen Partei. 1863 war er Generalsekr. des Organisationskomitees des Eidg. Schützenfestes. 1864-72 führte er eine Anwaltspraxis. 1862-68 und 1871-72 war C. radikaler Neuenburger Grossrat. 1872 wurde er in den Staatsrat gewählt, in dem er bis 1893 dem Dep. für Justiz und Polizei vorstand. Er hatte massgeblich Anteil an der Gründung der zweiten Neuenburger Kantonalbank (1883) und am Kauf der zwischen Le Locle und Neuenburg verkehrenden Jura-Neuenburg-Bahn durch den Kanton (1884). 1867-68 und 1876-93 Ständerat (1882 Präs.). 1893-96 Bundesrichter. Als anerkannter Strafrechtler verfasste C. die Neuenburger Strafprozessordnung von 1874, die Zivilprozessordnung von 1876, das neue Strafrecht von 1891 sowie die neue Strafprozessordnung von 1893. In der Armee war er ab 1877 Grossrichter und ab 1890 Oberst.

<b>Auguste Cornaz</b><br>Bildnis aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", erschienen 1888 bei Orell Füssli in Zürich (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>
Bildnis aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", erschienen 1888 bei Orell Füssli in Zürich (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).
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Literatur
– Gruner, Bundesversammlung 1, 890 f.

Autorin/Autor: Eric-André Klauser / EM