05/01/2006 | Rückmeldung | PDF | drucken | 
No 1

Freiburg, Johann von

geboren 26.5.1396 Neuenburg, gestorben 19.2.1458 Neuenburg. Sohn des Konrad ( -> 2). ∞ zwischen 1416 und 1419 Marie de Chalon, Tochter des Jean und der Marie des Baux. Durch die Heirat mit der Schwester seines Lehensherrn Louis, Fürsten von Orange, machte F. eine bedeutende Karriere im Dienst der Hzg. von Burgund. Als Johann ohne Furcht 1419 in Montereau (Ile-de-France) ermordet wurde, geriet F. mit der Wache des Herzogs in Gefangenschaft. Beim Tod seines Vaters 1424 wurde er Gf. von Neuenburg. F., der dem Haus von Hzg. Philipp dem Guten angehörte, war Berater und Generalstatthalter. Er vertrat auch die Interessen der Berner am burgund. Hof. 1430 wurde er Ritter, 1440 Marschall von Burgund und kämpfte mit Erfolg gegen die Armagnaken, die das Land verwüstet hatten. 1442 spielte er in Besançon bei der Unterredung zwischen dem Hzg. von Burgund und dem dt. König, dem zukünftigen Ks. Friedrich III., eine Rolle. 1443 gab F. sein Amt als Marschall ab, griff aber trotzdem für die Berner gegen Österreich zu den Waffen und schloss mit den Parteien 1446 in Konstanz Frieden. 1447 vermittelte er im Konflikt zwischen Guillaume d'Avenches, Schultheissen von Freiburg, und dem Hzg. von Savoyen. Zu den bedeutendsten Handlungen seiner Regierungszeit gehört die Erneuerung des Stadtrechts von Neuenburg am 12.2.1455. Als Nachfolger und Erben bezeichnete er seinen Cousin Rudolf von Hochberg.


Literatur
– J. Lozeron, «La jeunesse de Jean de Fribourg à la cour de Neuchâtel», in MN, 1943, 4
– J. Lozeron, «Jean de Fribourg et Marie de Chalon, leurs enfants et leur héritier», in MN, 1946, 42, 82

Autorin/Autor: Anne Jeanneret-de Rougemont / CN