05/01/2006 | Rückmeldung | PDF | drucken | 
No 2

Freiburg, Konrad von

geboren 1372 (oder Anfang 1373), gestorben 16.4.1424 Neuenburg. Sohn des Egon von Fürstenberg, Gf. von Freiburg i.Br., und der Varenne von Neuenburg. Enkel des Ludwig von Neuenburg. ∞ 1) 1390 Marie de Vergy, Tochter des Jean, Seneschalls von Burgund, und der Jeanne de Chalon, 2) zwischen 1415 und 1418 Alix des Baux, Witwe des Odon de Thoire-Villars. F., ab 1385 Waise, wurde am Neuenburger Hof von seiner Tante Isabella von Neuenburg erzogen, deren Nachfolge er 1395 antrat. Er war der erste Graf aus einer ausländ. Familie, und seine bewegte Regierungszeit war geprägt von zahlreichen Konflikten mit seinen Untergebenen. 1400 riefen F. und seine Frau einen Rat ins Leben, der mit dem Regieren und der Überwachung der Einnehmer insbesondere während F.s Aufenthalt im Hl. Land 1404 beauftragt war. 1406 schlossen der Graf und die Bürger von Neuenburg getrennt einen Burgrechtsvertrag mit Bern, das zur künftigen Vermittlerin zwischen Grafen und Bürgern bestimmt wurde. Im gleichen Jahr zwang F. den Herrn von Valangin, Wilhelm von Aarberg, ihm zu huldigen. 1415 nahm der er am Konzil von Konstanz teil. F.s Regierung zeichnete sich durch die Trennung von Gerichts- und Regierungsgewalt aus: Erstere wurde vom Gericht des Maire von Neuenburg wahrgenommen; der Hof des Grafen fungierte nur noch als Berufungsgericht.


Literatur
– J. Lozeron, «Les derniers jours de Conrad de Fribourg», in MN, 1940, 117-119

Autorin/Autor: Anne Jeanneret-de Rougemont / CN