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Böhler, Eugen

geboren 27.11.1893 Neuhaus (D), gestorben 11.7.1977 Zollikon, von Zollikon. Sohn des Anton, Zollbeamten. ∞ Marie Gisela Goetze, Tochter des Julius. 1912-19 Wirtschaftsstud. in Basel, London und Kiel. 1916-22 Assistent, dann Abteilungsleiter am Institut für Weltwirtschaft Kiel, 1923 PD in Kiel, Göttingen und Zürich, 1924-64 o. Prof. der ETH Zürich, wiss. Berater des Bundesrats. Gründer und Leiter des Betriebswissenschaftl. Instituts der ETH Zürich (1929), des Instituts für Wirtschaftsforschung (1938) sowie der Schweiz. Gesellschaft für Konjunkturforschung. Mitglied und Präs. u.a. der Komm. für Konjunkturbeobachtung (heute Konjunkturfragen), Preiskontrolle, Arbeitsbeschaffung und Wohnbau, des Stabilisierungsausschusses sowie der Vereinigung für gesunde Währung. B. vertrat eine korporatist. Wirtschaftspolitik. Er versuchte, die Ökonomie über einen tiefenpsycholog. Ansatz nach Carl Gustav Jung mit dem Zentralbegriff Mythus zu erschliessen. B. übte einen massgebl. Einfluss auf die schweiz. Wirtschaftspolitik von der Mitte der 1930er bis zur Mitte der 60er Jahre aus.


Werke
Nationalökonomie, 1944 (51964)
Archive
– ETH-BIB, Nachlass
Literatur
Kultur und Wirtschaft, Fs. zum 70. Geburtstag von Eugen B., 1963 (mit Werkverz.)
NZZ, 15.7.1977
C.G. Jung und Eugen B., 1996

Autorin/Autor: Franz Ritzmann