Kuhn (ZH, Zell/Rikon)

1926 erwarb der Bergwerksingenieur Heinrich K. (1878-1932) die 1899 gegr. Kupferschmiede und Verzinnerei Gebr. Kindlimann, die u.a. Kochgeschirr herstellte, und führte sie als Heinrich Kuhn Metallwarenfabrik AG weiter. Unter der Marke Duro produzierte er das erste Kochgeschirr für Elektroherde. Ab 1932 leitete Sohn Henri (1914-69), ab 1947 mit seinem Bruder, dem Maschineningenieur Jacques (1919-2016), die Firma. Der 1949 entwickelte Schnelldampfkochtopf Duromatic wurde zum Marktleader (2007 über 10 Mio. Stück). 1975 trat Henris Sohn Hans-Heinrich und 1984 sein Schwiegersohn Wolfgang Auwärter-K. in die Firmenleitung ein. 1975 wurde das weltweit erste doppelwandige Kochgeschirr und 1984 die Linie Multitherm für den Induktionsherd patentiert, in den 1990er Jahren der elektron. Schnellkochtopf entwickelt. 1978-86 arbeitete K. mit der elsäss. Baumlin SA zusammen, 1988-2000 bildete sie mit der Metallwarenfabrik Spring AG in Eschlikon die Kuhn-Spring-Gruppe. 1998 übernahm sie von der Sigg in Frauenfeld die Kochgeschirrherstellung. Im Stammhaus zählte das Unternehmen 1986 200 Mitarbeiter, 2007 120. Der wachsende Export (2006 40%) führte 1980 zur Gründung von Vertriebsgesellschaften in England und Spanien, 1988 und 1990 von Tochtergesellschaften in Deutschland, den USA und Singapore. Die 2001 in Kuhn Rikon AG umbenannte Familien-AG ist die grösste Kochgeschirrproduzentin der Schweiz. Die Fam. K. engagiert sich zugunsten der Exil-Tibeter (1968 gegr. Tibet-Institut in Rikon).


Literatur
TA, 15.3.1986
Der Landbote, 20.10.2001

Autorin/Autor: Markus Bürgi