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Bordonzotti, Giuseppe

geboren 3.11.1877 Madonna del Piano (Gem. Croglio),gestorben 17.4.1932 Lugano, kath., von Croglio. Sohn des Serafino, Dekorationsmalers. ∞ Giuditta Trezzini, von Astano. 1899 Architekturdiplom am Polytechnikum Zürich, danach Weiterbildung an der Akad. von Brera bei Camillo Boito, 1901 Studienabschluss. Nach seiner Rückkehr ins Tessin schuf er zusammen mit dem Architekten Bernardo Ramelli einige vom Jugendstil beeinflusste Gebäude, darunter das Haus Scala in Paradiso (1902) und das Hôtel Suisse in Faido (1905). 1905 machte er sich selbstständig und arbeitete ab 1925 mit seinem Neffen Carlo Tami zusammen. B. schuf zahlreiche Villen sowie einige Hotels, Schulhäuser und kirchl. Bauten, wobei er sich einer eklekt. Formensprache bediente. Besonders hervorzuheben sind die Palazzi Gargantini an der Seepromenade in Lugano, die er 1912-33 zusammen mit Orsino Bongi errichtete, und die neubarocke Fassade der Kirche S. Antonio (1912-13) in Lugano.


Archive
– StadtA Lugano, Nachlass
Literatur
– S. Martinoli, Giuseppe B. (1877-1932), Liz. Zürich, 1989
INSA 6
Architektenlex., 72
– M. Daguerre, La costruzione di un mito, 1998

Autorin/Autor: Simona Martinoli / EM