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Bähler, Eduard

geboren 13.1.1832 Neuenegg,gestorben 24.1.1910 Biel (BE), ref., von Längenbühl. Sohn des Rudolf Albrecht ( -> 6). ∞ Johanna Sophie Chaillet, Tochter des Rudolf Nikolaus, Offiziers in fremden Diensten. 1842-48 Lateinschule und Gymnasium in Bern, 1851-54 Stud. der Medizin in Bern, Strassburg, Paris und Lyon, 1855 Staatsexamen, Dr. med. Ab 1856 Arzt in Laupen, ab 1866 in Biel. In den 1850er Jahren wurde B., der als Anhänger Ulrich Ochsenbeins ohne Wissen der Eltern am Sonderbundskrieg teilgenommen hatte, zu einem Führer der Radikalen. Ab Mitte der 1860er Jahre trat er als Anhänger der demokrat. Bewegung für die Erweiterung der Volksrechte ein. Ab 1868 Gemeinderat in Biel, 1869-72 Stadtpräs., 1872-79 Berner Grossrat, 1883-84 Mitglied des Verfassungsrates, 1887-1908 Nationalrat (radikal-demokrat. Fraktion). Auf kant. Ebene kämpfte B., der die Kulturkampfpolitik der Berner Regierung bejahte, gegen die Trennung von Kirche und Staat. Im Nationalrat setzte er sich für den Ausbau der Demokratie auch auf wirtschaftl.-sozialem Gebiet ein (Komm. für die Kranken- und Unfallversicherung). Mitglied der Studentenverbindung Helvetia, Ehrenmitglied des Grütlivereins.


Werke
Lebenserinnerungen, hg. von E. Bähler, 1912, (mit Bibl.)
Archive
– BBB, Nachlass
Literatur
– Gruner, Bundesversammlung 1, 139 f.

Autorin/Autor: Peter Stettler