05/11/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken
No 3

Metzler [-Arnold], Ruth

geboren 23.5.1964 Sursee, kath., von Richenthal, Willisau Stadt (heute Gem. Willisau) und Balgach. Tochter des Alois Arnold, Rechtsanwalts und Amtsgerichtspräs., und der Annelies geb. Häfliger, Lehrerin. ∞ 1991 Lukas M., Jurist, Sohn des Franz, Färbers und späteren Bankangestellten. 1977-84 Gymnasium in Willisau und Sursee, anschliessend 1984-89 Stud. der Rechte in Freiburg (lic. iur. utr.) und Abschluss als eidg. diplomierte Wirtschaftsprüferin. In dieser Funktion war M. 1990-99 bei PricewaterhouseCoopers AG in St. Gallen tätig. Zugleich amtierte sie 1992-95 als Bezirksrichterin, 1995-96 als Kantonsrichterin in Appenzell Innerrhoden und 1996-99 als CVP-Regierungsrätin (Säckelmeisterin). Am 11.3.1999 wurde M. als Nachfolgerin von Arnold Koller in den Bundesrat gewählt, wo sie dem Eidg. Justiz- und Polizeidep. vorstand. In ihre Amtszeit fielen u.a. die Abschaffung des Bistumsartikels, die Einführung der Fristenlösung und eine Neuausrichtung des Migrations- und Asylwesens. Weil die CVP nach Wählerstimmenverlusten in den 1990er Jahren bei den Bundesratswahlen im Dez. 2003 nur noch auf einen Sitz Anspruch erheben konnte, dennoch aber an einer Doppelkandidatur festhielt, wurde M. nicht im Amt bestätigt (erste Nichtwiederwahl eines amtierenden Bundesratsmitglieds seit 1872). 2005 trat M. die Stelle als General Counsel in der Direktion von Novartis Frankreich an, im Nov. 2006 übernahm sie bei Novartis Basel die Leitung des Bereichs Investor Relations.


Werke
Grissini & Alpenbitter: meine Jahre als Bundesrätin, 2004
Archive
– LAA, Landeskundl. Slg.
Literatur
– M. Comina, Macht und Zwietracht im Bundeshaus, 2004

Autorin/Autor: Franz Xaver Bischof