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Mäder [Maeder], Alphonse

geboren 11.9.1882 La Chaux-de-Fonds,gestorben 27.1.1971 Zürich, kath., von Mühleberg, ab 1930 von Zürich. Sohn des Louis Alphonse, Uhrmachers. ∞ Louise Therese Bosing, Deutsche. Medizinstud. in Bern, Zürich, Berlin, Dr. med. in Zürich (1909 Publikation der Dissertation). Assistent an der Psychiatr. Universitätsklinik Zürich (Burghölzli) unter Eugen Bleuler und Carl Gustav Jung. 1911 Arztpatent, Spezialarzt für Geisteskrankheiten und organ. Nervenleiden. Von 1918 bis kurz vor seinem Tod führte M. eine psychiatr. Praxis in Zürich. M. löste sich zunächst von der Kirche und vertrat ein naturwissenschaftl. Menschenbild, später war er ganzheitlich und christlich ausgerichtet und galt als führender christl. Psychotherapeut. Er war ein früher Vertreter der Psychoanalyse in Zürich und entwickelte eine final-prospektive Traumtheorie. 1913 trennte er sich mit Jung von der Gruppe um Sigmund Freud.


Werke
– «Mein Weg von der Psychoanalyse zur Synthese», in Wegweiser in der Zeitwende, hg. von E. Kern, 1955, 189-211
Literatur
Schweizer Biogr. Archiv 1, 1952, 94 f.
NZZ, 2.2.1971
– J.W.G. Meissner, Van hulp en heil: de pastorale psychiatrie van Alphonse Maeder (1882-1971), 2002, (mit Werkverz.)

Autorin/Autor: Stefan Schulz