• <b>James Joyce</b><br>Der Schriftsteller mit seiner Frau Nora (links), dem Direktor des Zürcher Corso-Theaters Hans Curjel und der Kunstkritikerin Carola Giedion-Welcker am Schweizerhofquai in Luzern. Fotografie von Sigfried Giedion, 1935  (KEYSTONE / Zürcher James Joyce Stiftung). Während seiner Zürcher Aufenthalte in den 1930er Jahren entwickelte sich zwischen James Joyce und Carola Giedion-Welcker sowie ihrem Mann, dem Architekturhistoriker Sigfried Giedion, eine intensive Freundschaft. Die beiden setzten sich auch massgeblich für die Einreise von Joyce und seiner Familie in die Schweiz 1940 ein.

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Joyce, James

geboren 2.2.1882 Dublin, gestorben 13.1.1941 Zürich, kath., Ire. Sohn des John Stanislaus, Beamten, und der Mary Jane geb. Murray. ∞ 1931 Nora Joseph Barnacle, mit der er von 1904 an zusammengelebt hatte. 1898-02 Stud. an der Royal University in Dublin. 1904 hielt sich J. erstmals kurz in Zürich auf, danach war er als Sprachlehrer in Triest und kurze Zeit in Rom tätig. Ab 1903 arbeitete er an seinem ersten Roman ("A Portrait of the Artist as a Young Man" 1916). Seine akrib. Kurzgeschichten "Dubliners" wurden 1914 veröffentlicht. 1915-19 lebte J. in Zürich, wo er als Geschäftsführer der English Players engl. Theaterstücke aufführen liess. 1919 war er erneut in Triest, 1920-40 in Paris (mit kurzen Aufenthalten in Zürich). 1922 publizierte er sein realist. Epos "Ulysses". 1940 gelang es J. mit Unterstützung namhafter Gelehrter (u.a. Robert Fäsi), Künstler und Politiker (Emil Klöti), in die Schweiz zurückzukehren. Ausser dem Gedicht "Bahnhofstrasse" sind v.a. Eigentümlichkeiten des Schweizerdeutschen in J.s letztes Werk "Finnegans Wake" (1939) eingegangen. 1985 wurde in Zürich die James Joyce Foundation gegründet.

<b>James Joyce</b><br>Der Schriftsteller mit seiner Frau Nora (links), dem Direktor des Zürcher Corso-Theaters Hans Curjel und der Kunstkritikerin Carola Giedion-Welcker am Schweizerhofquai in Luzern. Fotografie von Sigfried Giedion, 1935  (KEYSTONE / Zürcher James Joyce Stiftung).<BR/>Während seiner Zürcher Aufenthalte in den 1930er Jahren entwickelte sich zwischen James Joyce und Carola Giedion-Welcker sowie ihrem Mann, dem Architekturhistoriker Sigfried Giedion, eine intensive Freundschaft. Die beiden setzten sich auch massgeblich für die Einreise von Joyce und seiner Familie in die Schweiz 1940 ein.<BR/>
Der Schriftsteller mit seiner Frau Nora (links), dem Direktor des Zürcher Corso-Theaters Hans Curjel und der Kunstkritikerin Carola Giedion-Welcker am Schweizerhofquai in Luzern. Fotografie von Sigfried Giedion, 1935 (KEYSTONE / Zürcher James Joyce Stiftung).
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Literatur
– R. Ellmann, James J., 1962 (engl. 1959)
– F. Senn, Nichts gegen J. = J. versus Nothing, 1984
– T. Faerber, M. Luchsinger, J. in Zürich, 1988
– A.N. Fargnoli, M.P. Gillespie James J. A to Z, 1995
– J. Mercanton, Ecrits sur James J., 2002
– D. Attridge The Cambridge Companion to James J., 22004

Autorin/Autor: Fritz Senn