26/03/2001 | Rückmeldung | PDF | drucken
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Ackerknecht, Eberhard

geboren 11.6.1883 Baiersbronn (D),gestorben 2.10.1968 Zürich, ref., dt. Staatsangehöriger, ab 1924 von Zürich. Sohn des Gymnasialprof. Julius und der Sophie geb. Henes. ∞ 1) Käthe Peters, 2) Katharina Müller. Veterinärstud. und Promotion in Stuttgart. Ab 1911 Veterinäranatom an der Univ. Zürich, Prosektor, 1914 PD, 1921 Titularprof., 1925 o. Prof. 1933-45 o. Prof. und Direktor des veterinäranatom. Inst. der Univ. Leipzig. Nach dem Krieg von den Amerikanern zur Mithilfe bei der Entnazifizierung beigezogen, floh A. vor den Russen in die Schweiz. 1945-49 Redaktor am "Schweizer Lexikon" in Zürich. 1949-51 Lehrbeauftragter an der Univ. München, ab 1951 Gastprof. an der Freien Univ. Berlin, 1952-54 o. Prof. und Institutsdirektor, 1955 Rückkehr in die Schweiz. U.a. Mitglied der Sächs. Akad. der Wiss. und der Leopoldina Halle. Mitbegr. und Dozent der Volkshochschule Zürich (1919-33, 1945-49). 1953 Dr. med. h.c. der Freien Univ. Berlin. Begabter und beliebter Lehrer. Zahlreiche Beiträge zur vergleichenden und funktionellen Anatomie der Haustiere, 1912 Entdecker des nach ihm benannten "Ackerknechtschen Organs", einer rudimentären Mundbodendrüse vieler Säuger.


Werke
(mit O. Zietzschmann, H. Grau) Hb. der vergleichenden Anatomie der Haustiere, 1943 (181985)
Literatur
– H. Grau, «Eberhard A. zum Gedächtnis», in Schweiz. Archiv für Tierheilkunde 110, 1968, 653 f.

Autorin/Autor: Urs Boschung