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Kägi [Kaegi], Adolf

geboren 30.9.1849 Bauma,gestorben 14.2.1923 Rüschlikon, ref., von Bauma und Zürich. Sohn des Johann Jakob, Volksschullehrers in Bauma, und der Elisabetha geb. Kündig. ∞ 1878 Anna Karolina Denzler. Gymnasium in Zürich, Stud. der klass. Philologie, des Sanskrits und der vergleichenden Sprachwissenschaft in Zürich (besonders bei Heinrich Schweizer) sowie in Leipzig (Georg Curtius) und Tübingen (Rudolf Roth). 1871-75 Hauslehrer der Fam. Wesendonck in Zürich und Dresden. 1873 Doktorat in Tübingen. 1875-93 Lehrer am kant. Gymnasium in Zürich, 1875 PD an der Univ. Zürich, 1883 ao. Prof. und 1893-1912 o. Prof. für Sprachvergleichung, Sanskrit und Klass. Philologie. K. gehörte zu den Erneuerern des griech. Sprachunterrichts; sein bekanntes Lehrbuch für die griech. Sprache (Grammatik und Übungen) von 1884 erlebte zahlreiche Auflagen in Deutsch und Französisch und wurde bis in die 1970er Jahre verwendet. Er war 1907-11 Mitglied der Zürcher Bibelkomm., 1901-22 Mitglied und 1917-22 Vorsitzender im leitenden Ausschuss des Schweiz. Idiotikons.


Werke
Der Rigveda, die älteste Literatur der Inder, 1881
Literatur
– E. Schwyzer, «Adolf Kaegi», in Jb. über die Fortschritte der klass. Altertumswiss., 1925, Nr. 206, 61-85

Autorin/Autor: Rudolf Wachter