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Jordan, Adolphe

geboren 11.7.1845 Granges-près-Marnand, gestorben 27.5.1900 Lausanne, ref., von Granges-près-Marnand. Sohn des Samuel Henri Dominique, Vermessers, Grundbesitzers und Waadtländer Grossrats, und der Elise Susanne Pauline geb. Henchoz. ∞ Caroline Marguerite Martin, Tochter des Eugène-Louis, von Rossinière. Gymnasium in Moudon, Eidg. Polytechnikum Zürich, Försterschule Nancy, 1866 Diplom als Forstexperte. 1871-79 Forstinspektor, 1879-83 Oberforstinspektor des Kt. Waadt. Freisinniger Gemeinderat (Legislative) von Moudon, 1883-1900 Waadtländer Staatsrat (Baudep.), 1884-85 Mitglied des Verfassungsrats. 1881-83 Nationalrat (Ausschluss aufgrund des Bundesgesetzes über Unvereinbarkeit öffentl. Ämter). 1888-96 Ständerat (1895-96 Präs.), 1896-1900 erneut Nationalrat. J. war einer der führenden Köpfe des Waadtländer Freisinns: 1881 Gründer und erster Präs. des Waadtländer Demokrat. Vereins, Freund von Louis Ruchonnet, 1894-98 Mitglied des Zentralausschusses der Schweiz. Freisinnig-Demokrat. Partei. 1884-89 Verwaltungsrat der Westschweizer Bahngesellschaft Suisse Occidentale-Simplon, 1890-98 Verwaltungsrat der Jura-Simplon-Bahn sowie bei den Schifffahrtsgesellschaften des Genfersees sowie des Neuenburger- und Murtensees. J. reorganisierte 1885 das Baudep., lancierte 1888 die Revision des Strassengesetzes, schuf das Minengesetz und förderte den Tunnelbau am Simplon. Ferner leitete er den Bau des Nebenstrassennetzes und versch. Gewässerkorrektionen ein. Als einflussreicher Waadtländer Vertreter in der Bundesversammlung gehörte er zu den wichtigsten Wortführern seines Kantons. Zofinger. Oberst der Infanterie, 1879-83 Oberrichter am Militärgericht.


Archive
– ACV, Dossier SDA
Literatur
– Gruner, Bundesversammlung 1, 819 f.

Autorin/Autor: Laurent Tissot / SK