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Prêles

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk La Neuveville, Verwaltungskreis Berner Jura, seit 2014 mit Diesse und Lamboing Teil der neuen Gemeinde Plateau de Diesse. Auf der Hochebene des Tessenbergs gelegen, umfasst P. das gleichnamige Dorf und den Weiler Châtillon. 1179 Prales (Fälschung 12. Jh.), 1185 Preles, dt. Prägelz. 1818 252 Einw.; 1850 330; 1900 375; 1950 507; 2000 886 (davon 30,5% deutschsprachig). Vom 12. bis ins 15. Jh. wird eine Adelsfam. de Perls erwähnt. Das Kapitel Saint-Imier (1178) und das Kloster St. Johannsen bei Erlach besassen in P. Güter. Das Dorf war Teil der Herrschaft Tessenberg. Unter franz. Herrschaft gehörte P. 1798-1815 zuerst zum Dep. Mont-Terrible, dann zum Dep. Haut-Rhin, 1815-45 zum Berner Oberamt bzw. Amtsbez. Erlach und 1846 zum Amtsbez. La Neuveville. P. gehörte zur Pfarrei Diesse und nahm zwischen 1530 und 1554 die Reformation an. Das 1946 offiziell anerkannte Gemeindewappen erinnert an die früher in P. betriebene Pechgewinnung. Bis 1950 dominierte die Landwirtschaft. Die 1912 eröffnete Drahtseilbahn Ligerz-P. machte P. in der 1. Hälfte des 20. Jh. zu einem Ausflugsziel. 1929 wurde im Ort ein Jugenderziehungsheim eingerichtet. Mit zunehmendem Autoverkehr wandelte sich P. allmählich zur Wohngemeinde mit neuen Einfamilienhausquartieren. Die Pendler aus P. arbeiteten in Biel, La Neuveville und in der Zihlebene.


Literatur
– F. Dubois, Eglise Saint-Michel, paroisse de Diesse, Lamboing, P., 1985

Autorin/Autor: Frédy Dubois / SK