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Nods

Polit. Gem. BE, Amtsbez. La Neuveville, die N. sowie die Weiler Les Combes und La Praye umfasst und auf dem Plateau de Diesse am Fuss des Chasseral liegt. 1255 Nos, dt. früher Nos. 1800 463 Einw.; 1850 811; 1870 885; 1900 738; 1950 510; 1980 426; 2000 668 (12,3% deutschsprachig). Vom 13. bis 15. Jh. ist die adlige Fam. de N. bezeugt. Im 13. Jh. gehörte N. einerseits dem Gf. von Neuenburg-Nidau, auf den Bern folgte, andererseits dem Bf. von Basel. Im Ancien Régime unterstand es der Herrschaft Tessenberg. Es bestehen Freiheitsrechte von 1352 und 1453. Das Hochgericht gelangte 1452 an den Bf. von Basel und 1486 an Bern. Unter franz. Herrschaft (1797-1813) wurde N. mit dem südl. Teil des Fürstbistums Basel den Dep. Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin zugeteilt. 1815 kam die Gem. zum bern. Oberamt Erlach, 1846 zum Amtsbez. La Neuveville. Die Reformation stiess in N. auf heftigen Widerstand, wurde aber von Bern durchgesetzt, was Katholiken zur Auswanderung nach Le Landeron und Cressier (NE) veranlasste. Bis 1708 war N. eine Filiale von Diesse, seither eine selbstständige Kirchgemeinde. Die heutige Kirche datiert von 1835 (Vorgängerbau von 1639). 1689 wurde ein Gemeindeturm (tour communale) erbaut oder restauriert. Die Schule, die 1835 an Stelle der alten Kirche errichtet worden war, machte 1960 einem Neubau Platz. Seit 1926 besteht die Postautoverbindung N.-Lamboing-La Neuveville. In N. dominieren Landwirtschaft, Viehzucht und Käsefabrikation, daneben öffnet es sich dem Tourismus (1963-93 Sessellift N.-Chasseral). Seit den 1970er Jahren beschäftigt eine mechan. Werkstatt rund zehn Arbeiter. Ende der 1980er Jahre entstand das neue Quartier Bois-Châtel.


Literatur
– A. Moser, I. Ehrensperger, Jura bernois, Bienne et les rives du lac, 1983, 148
– F. Dubois, Eglise Saint-Michel, paroisse de Diesse, Lamboing, Prêles, 1985

Autorin/Autor: Frédy Dubois / AHB