Berner Oberländer

Tageszeitung im Kt. Bern, 1898 vom Spiezer Buchdrucker Gilgian Maurer als Wochenzeitung unter dem Titel "Der Werktag" gegründet. Sie sollte eine Weltanschauung vertreten, die im christl. Glauben verankert und dem eidg. Staatsgedanken verpflichtet war. 1900 wurde die Zeitung zum "Berner Wochenblatt", das zweimal wöchentlich erschien. Der einige Jahre darauf zugefügte Untertitel "Oberländer Zeitung" wurde später zum Haupttitel. Ab 1927 erschien das Blatt dreimal wöchentlich, 1933 als "Berner Oberländer Volks-Zeitung". 1969 fand der B. seinen heutigen Namen. Von 1959 an wurde er fünf-, ab 1971 sechsmal in der Woche gedruckt. Ab 1974 bestand auf redaktionellem Gebiet und für den Druck eine Zusammenarbeit mit den "Berner Oberländer Nachrichten" in Thun (1997 1'814 Exemplare). Letztere wurde im Juni 1998 in den B. integriert (Gesamtauflage 1997 20'073). Seit 2001 wird der B. gemeinsam mit dem Thuner Tagblatt von der im Sept. 2000 gegr. Berner Oberland Medien AG (BOM) herausgegeben. Infolge eines Kooperationsvertrags der BOM mit der Berner Zeitung (BZ) im gleichen Jahr produziert die Redaktion des B. seither nur noch die Berichterstattung aus der Region, während der nationale und der internationale Teil von der BZ geliefert wird. Die politisch und konfessionell unabhängige Zeitung wird v.a. in Spiez, Thun, im Frutig- und Simmental gelesen.


Literatur
– Blaser, Bibl., 1130 f.

Autorin/Autor: Ernst Bollinger