Zürcher Unterländer

Tageszeitung im Kt. Zürich, die 1949 aus der 1850 gegr. und vom Bauernpolitiker Fritz Bopp geprägten "Bülach-Dielsdorfer Wochen-Zeitung" und dem "Lägern-Bote" hervorging. Der bäuerl.-demokrat. unabhängige "Z." erschien bis 1960 dreimal pro Woche in Bülach. 1955 übernahm die Akeret AG in Bassersdorf, die auch das freisinnige Konkurrenzblatt "Zürichbieter" verlegte, den Z. und baute ihn zur Tageszeitung aus. Unter Chefredaktor Erhard Szabel (1963-1989) arbeiteten beide Titel eng zusammen, bis sie 1989 nach dem Verkauf der Akeret AG an die Annoncenfirma Ofa fusionierten. Als parteiunabhängige Forumszeitung erreichte der Z. darauf eine führende Stellung in den Bez. Bülach und Dielsdorf. 2006 wurde das "Neue Bülacher Tagblatt" als Kopfblatt integriert. 2010 erwarb die Tamedia AG den Z., die ihn per 2011 in den Verbund der Zürcher Regionalzeitungen eingliederte. 1966 betrug die Auflage 4'206, 1998 18'657 und 2012 19'878.


Literatur
Blaser, Bibl., 1199
– E. Szabel, 100 Jahre Akeret Druck & Verlag, 1998

Autorin/Autor: Adrian Scherrer