Republikanische Blätter

Wochenzeitung im Kt. St. Gallen mit dem Untertitel "Parteipolit. unabhängiges Organ zur Pflege schweiz. Gesinnung im Volke und echt republikan. Politik im Bund, im Kanton und Gemeinden". Sie erschien erstmals am 31.7.1917 unter dem Titel "Neue Republikan. Blätter", ab 15.10.1917 unter dem Titel "Schweizerische R." und 1961-89 mit wenigen Unterbrechungen als "Der Republikaner". 1918-54 wurden die R. ausschliesslich von Johann Baptist Rusch verfasst, der einen vom christl. Konservatismus geprägten, kämpfer. und humorvollen Stil pflegte und ab 1923 alleiniger Inhaber war. Die Auflage der R. stieg in den 1930er Jahren von etwa 4'000 auf 8'000 Exemplare. In den 1920er Jahren schrieb Rusch antisemit. Artikel und setzte sich für die "Erhaltung des nationalen Wesens" ein. Vor und während des 2. Weltkriegs kritisierten die R. Faschismus und Nationalsozialismus sowie deren Anhänger in der Schweiz. 1954 übernahm Eduard Stäuble die R., 1970-78 erschienen sie unter der Leitung von Nationalrat James Schwarzenbach und 1984-89 als Mitteilungsorgan der rechts aussen stehenden republikan. Bewegung der Schweiz.


Literatur
– Blaser, Bibl., 178
– E. Stäuble, «Johann Baptist Rusch und die 'Schweiz. R.'», in IGfr. 25, 1981, 5-23
– A. Bundi, Die Schweiz. R. des konservativen Publizisten J.B. Rusch, 1999

Autorin/Autor: Ernst Bollinger