• <b>Schweizerische Käseunion</b><br>Werbeplakat, gestaltet von Eurocom Advertising im Auftrag der Schweizerischen Käseunion, 1992 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).

Schweizerische Käseunion

Als Organisation der Käseexporteure, Milchproduzenten, Käser und Konsumenten der Schweiz wurde die S. 1914, zu Beginn des 1. Weltkriegs, auf Drängen des Bunds geschaffen. Sie erhielt das Monopol für den Käseexport zu festen Preisen. Die Preisfixierung galt auch für Milch und Käse im Inland und war an die Bedingung geknüpft, dass die S. die Bevölkerung mit ausreichend Käse versorge. Nach dem Krieg wurden Preisfixierung und Exportmonopol durch Abmachungen zwischen Bauern, Käsern und Exporteuren ersetzt. Während der Weltwirtschaftskrise half die S. mit, die Milchwirtschaft vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Im 2. Weltkrieg wurde der S. erneut die Käseversorgung übertragen. Nach 1945 erhielt sie den Auftrag, die den Binnenbedarf übersteigenden Milchmengen mit möglichst hoher Wertschöpfung im Ausland abzusetzen. Dazu unterhielt sie weltweit Werbebüros. 1999 wurde die S. liquidiert.

<b>Schweizerische Käseunion</b><br>Werbeplakat, gestaltet von Eurocom Advertising im Auftrag der Schweizerischen Käseunion, 1992 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>
Werbeplakat, gestaltet von Eurocom Advertising im Auftrag der Schweizerischen Käseunion, 1992 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Literatur
– B. Brodbeck, Ein agrarpolit. Experiment, Liz. Bern, 2003
– P. Moser, B. Brodbeck, Milch für alle, 2007

Autorin/Autor: Beat Brodbeck