Kaba

1862 begann Franz Bauer in einer Werkstatt in Unterstrass (heute Gem. Zürich) feuerfeste Geldkassen anzufertigen. 1866 liess er die Einzelfirma Franz Bauer, Schlosserei und Fabrikation von Geldkassen eintragen. Wachsende Erfolge führten 1890 zum Fabrikneubau in Unterstrass, wo nun auch Tresoranlagen hergestellt wurden. Nach dem Tod des Vaters 1908 führten die Söhne Franz, Karl, Adolf und Edwin Bauer den Betrieb weiter. 1909 gründeten sie eine Zweigfirma in Como, die sie später nach Mailand verlegten. 1912 begann die serienmässige Produktion von Stahlblech-Büromöbeln (Staba). Im 1. Weltkrieg geriet die Firma in eine Krise, 1915 erfolgte ihre Auflösung. Im gleichen Jahr gründete Leo Bodmer die Bauer AG, welche die vormalige Firma weiterführte. Sie nahm 1918 in Wetzikon (ZH) die Fabrikation von Sicherheitsschlössern auf. Die Erfindung des Wendeschlüssels mit Senkbohrung 1934 durch Fritz Schori machte K.-Schlösser (KAssen-BAuer) zu einem Erfolgsprodukt. Nach kontinuierl. Wachstum expandierte die Bauer AG ab Mitte der 1960er bis Anfang der 1990er Jahre mit Fabrikneubauten und Firmenübernahmen in der Schweiz und mit Betriebsübernahmen, Beteiligungen und Gründungen von Verkaufsgesellschaften im Ausland. Im Bereich Sicherheit gewann die Elektronik an Bedeutung. Nach dem Verkauf der Bürotechnik 1992 konzentrierte sich die K.-Gruppe auf die Sparten Zutrittskontrolle und Zeitwirtschaft, Tür- und Schliesssysteme, Bankausrüstung und Systemintegration. 1975 erfolgte die Neuorganisation des Unternehmens in der Bauer Holding AG (1991 Bauer Kaba Holding AG), seit 1995 Kaba Holding AG in Rümlang. Die Mitarbeiterzahl stieg von ca. 100 (1947) über 270 (1965) auf 1'600 (1991). Im Geschäftsjahr 2003/04 umfasste die Gruppe 49 Zweigfirmen in mehr als 20 Ländern (Schweiz, EU, USA, Japan, Singapur, Malaysia) mit ca. 5'900 Mitarbeitern, davon ca. 990 in der Schweiz; der Gewinn betrug im Geschäftsjahr 2003/04 56,8 Mio. Fr.


Archive
– FirmenA, Rümlang

Autorin/Autor: Markus Bürgi