09/11/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken

Lamboing

Polit. Gem. BE, ab 1846 Bez. La Neuveville, auf dem Tessenberg, bestehend aus L. und den Weilern Les Moulins, Derrière-la-Chaux und Magglingen. 1179 Lamboens (Fälschung, Ende 12. Jh.), 1235 Lamboens, dt. früher Lamlingen. 1800 301 Einw.; 1818 345; 1850 569; 1870 611; 1900 521; 1950 485; 1980 445; 2000 647 (84% Französischsprachige). 1255 Erwähnung des adligen Albert de L. Die Fam. de Vaumarcus, die das Lehen L. 1423-1509 innehatte, liess neun Mühlen bauen. 1509-1798 gehörte L. zum Bistum Basel, dann wurde es dem franz. Dep. Monte-Terrible, später dem Dep. Haut-Rhin und 1815 dem Berner Oberamt und späteren Amtsbez. Erlach angegliedert. Kirchlich gehört es seit jeher zur Pfarrei Diesse, die zwischen 1530 und 1554 zur Reformation übertrat. 1863 wurde in L. ein Schulhaus gebaut. Ende des 19. Jh. erfolgte die Gründung einer Uhrmacherwerkstatt, die 1926 von der Gruppe Ebauches SA übernommen und 1981 geschlossen wurde. Im ehem. Bauerndorf L. entstanden ab den 1970er Jahren mehrere Neubauquartiere. Viele Pendler arbeiten in Biel, La Neuveville oder in der Zihlebene.


Literatur
– F. Dubois, Eglise Saint-Michel, paroisse de Diesse, L., Prêles, 1985

Autorin/Autor: Frédy Dubois / BE