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Gilliard, Pierre

geboren 16.5.1879 Fiez,gestorben 30.5.1962 Lausanne, ref., von Fiez und Yverdon. Sohn des Edmond, Grundbesitzers, und der Marie geb. Malherbe. Bruder des Edmond ( -> 2) und des Frédéric ( -> 4). Cousin des Charles ( -> 1). ∞ 1922 Alexandra Tegleva, Kindermädchen der Zarenfamilie. 1898 Maturität in Genf. Ab 1904 Französischlehrer bei Hzg. Sergei von Leuchtenberg, bis 1905 auf der Krim, dann bis 1909 in Peterhof; ab 1905 zugleich Französischlehrer der Zarentöchter, 1912 zudem des Zarewitsch Alexei. G. teilte das Leben der Zarenfam. bis zu deren Ermordung 1918 in Jekaterinenburg und hielt sich dann bis 1920 in Sibirien auf. 1925 Lizentiat in Geisteswissenschaften an der Univ. Lausanne. Ab 1926 Lehrer an der Ecole de français moderne der geisteswissenschaftl. Fakultät der Univ. Lausanne, dann bis 1949 Direktor dieser Schule. Ab 1937 ao. Prof., 1947-49 o. Prof. für franz. Sprache und Literatur und 1950 Honorarprof. der Univ. Lausanne. Ritter der Ehrenlegion, Prix Marcel Guérin für sein Buch über das Schicksal von Zar Nikolaus II. In der Affäre um die falsche Anastasia wandte er sich gegen die These vom Überleben der Zarentochter.


Werke
Le tragique destin de Nicolas II et de sa famille, 1921
– (zusammen mit C. Savitch), La fausse Anastasie, 1929
Alexandre Pouchkine, 1932
Archive
– ACV, Dossier SDA
– BCUL, Nachlass
Literatur
– C. Saugy, L'Ecole de français moderne, 1987, 23-31
Professeurs Lausanne, 500
– D. Girardin, Le précepteur des Romanov, 2005

Autorin/Autor: Rudolf Mumenthaler