• <b>Elisabeth von Österreich</b><br>Attentat auf Sissi in Genf. Panorama, gemalt auf Leinwand, um 1900 (Museum für Kommunikation, Bern). Auf dem Hintergrund des tatsächlichen Tatorts – erkennbar ist das dem Herzog Karl von Braunschweig gewidmete Denkmal auf der Place des Alpes – wird das Attentat dramatisch dargestellt. Diese Art von Panoramabildern, die oft an Messen oder Jahrmärkten gezeigt wurden, belebten vor der Erfindung des Kinos die Vorstellungskraft des Publikums.

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Elisabeth von Österreich

geboren 24.12.1837 München, gestorben 10.9.1898 Genf, kath. Tochter des Maximilian, Hzg. in Bayern (jüngere Linie), und der Ludovika Wilhelmine, Tochter des Kg. von Bayern. ∞ 1854 Ks. Franz-Joseph I. von Österreich; drei Töchter, ein Sohn. Die schöne, melanchol. Kaiserin "Sisi", später "Sissi" genannt, wurde schon zu Lebzeiten zur myth. Gestalt, wozu ihr Reiseleben, ihre Reitleidenschaft, der Kontrast zur kühlen Strenge des Kaisers sowie versch. Familientragödien beitrugen. Im Verfassungsstreit der Monarchie vertrat sie offen ungar. Interessen. Sie wurde in Genf vom Anarchisten Luigi Lucheni ermordet. Ihr Tagebuch ging an die Eidgenossenschaft. In Territet (Gem. Montreux) wurde ihr mit einer Marmorstatue ein Denkmal gesetzt.

<b>Elisabeth von Österreich</b><br>Attentat auf Sissi in Genf. Panorama, gemalt auf Leinwand, um 1900 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Auf dem Hintergrund des tatsächlichen Tatorts – erkennbar ist das dem Herzog Karl von Braunschweig gewidmete Denkmal auf der Place des Alpes – wird das Attentat dramatisch dargestellt. Diese Art von Panoramabildern, die oft an Messen oder Jahrmärkten gezeigt wurden, belebten vor der Erfindung des Kinos die Vorstellungskraft des Publikums.<BR/>
Attentat auf Sissi in Genf. Panorama, gemalt auf Leinwand, um 1900 (Museum für Kommunikation, Bern).
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Literatur
– B. Hamann, Elisabeth: Kaiserin wider Willen, 121993

Autorin/Autor: Helmut Watzlawick