Rebévelier

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Moutier, Verwaltungskreis Berner Jura, westlich der Pichoux-Schlucht und abseits der grossen Durchgangsstrassen. Sie umfasst die Weiler R. und Les Cerniers. Um 1181 Robervilier. 1850 112 Einw.; 1860 69; 1870 98; 1900 76; 1950 52; 2000 30. Im 13. und 14. Jh. wird eine adlige Fam. erwähnt. R. gehörte zur Courtine des Klosters Bellelay (Fürstbistum Basel) und unter franz. Herrschaft 1798-1813 zu den Dep. Mont-Terrible und Haut-Rhin. 1815 wurde es dem Kt. Bern angegliedert. 1853-2004 bildete es eine gemischte Gemeinde. Bis zur Reformation 1531 war R. Teil der Pfarrei Sapran; anschliessend kam das katholisch gebliebene R. zur Pfarrei Undervelier, Les Cerniers zu jener von Saulcy. Ende des 19. Jh. war die Mehrheit der Einwohner nicht mehr katholisch und französischsprachig, sondern mennonitisch und deutschsprachig (Wegzug der Juillerat, Ansiedlung der Amstutz). Nach den Volksbefragungen über die Selbstbestimmung 1974 und 1975 verlangte R. einen Bezirkswechsel, um im Kt. Bern zu bleiben. 1976 ging die Gem. vom Bez. Delsberg an jenen von Moutier über. Zu Beginn des 21. Jh. war R. immer noch landwirtschaftlich geprägt.


Archive
– Mémoires d'Ici, Saint-Imier, Dok.

Autorin/Autor: Christine Gagnebin-Diacon / CN