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Schorta, Andrea

geboren 2.4.1905 Zernez, gestorben 12.12.1990 Chur, ref., von Zernez. Sohn des Jon, Zugführers, und der Chatrina geb. Messer. ∞ Berta Gantenbein. 1921-25 Lehrerseminar, Stud. der Romanistik in Zürich, Paris und Siena, 1926 Dr. phil. 1933-39 Sekr. der Lia Rumantscha. Für das "Rät. Namenbuch" (2 Bde., 1939-64) sammelte S. die Orts- und Flurnamen sowie die Familiennamen Graubündens. 1935-75 war er Redaktor bzw. Chefredaktor des "Dicziunari Rumantsch Grischun". Mit Alfons Maissen gab S. das alträt. Gesangbuch "Die Lieder der Consolaziun dell'olma devoziusa" (1945) heraus. In der Reihe "Die Rechtsquellen des Kt. Graubünden" zeichnete er 1965-69 als Herausgeber der beiden Bände zu den Dorfordnungen des Unter- und des Oberengadins sowie 1980-85 der vier Bände zu den Statuten der Gerichtsgemeinden. Er setzte sich für die Bauernhausforschung in Graubünden ein und verfasste zahlreiche Schriften zur Sprachpolitik, Sprachgeschichte und Ortsnamenforschung. Mehrere Auszeichnungen, u.a. 1977 Bündner Kulturpreis, 1964 Dr. h.c. der Univ. Bern, 1990 der Univ. Innsbruck.


Werke
– «Erinnerungen an Fürstenau», in Bündner Jb., 1987, 9-33
Literatur
– P. Scheuermeier, «Widmung», in Vox Romanica 23, 1964, 177-185, (mit Bibl.)
Annalas, 1991, 147-152
Vox Romanica 49/50, 1990/91, 740-747
Almanach der Österr. Akad. der Wissenschaften 142, 1991/92, 486-487, (mit Bibl.)

Autorin/Autor: Alexi Decurtins