Sornetan

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Moutier, Verwaltungskreis Berner Jura, seit 2015 mit Châtelat, Monible und Souboz Teil der neuen Gemeinde Petit-Val. Das Dorf liegt auf einem Hügel im Petit Val nahe der Quelle der Sorne. 1179 Sornetan, früher dt. Sornetal. 1709 111 Einw.; 1850 299; 1900 181; 1950 148; 2000 113. Kelt., röm. und burgund. Funde. Die Adelsfam. de S. ist vom 12. bis 14. Jh. belegt. Das Stift Moutier-Grandval besass in S. einen herrschaftl. Hof (courtine). Unter der Herrschaft des Fürstbf. von Basel war S. Teil der Propstei Moutier-Grandval und Sitz einer Mairie. 1797-1813 gehörte es zum franz. Departement Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin. 1815 kam es zum bern. Oberamt bzw. Amtsbezirk Moutier. Kirchlich unterstand S. bis zur Reformation Sapran, bis 1538 Tavannes-Chaindon, bis 1571 Grandval und bis 1746 Bévilard. Danach wurde es eine eigenständige Kirchgem., die Châtelat, Monible und Souboz umfasst. Die Kirche wurde 1708-09 errichtet und 1964-67 renoviert. 1853 wurde S. eine Gemischte Gemeinde. Zu Beginn des 21. Jh. dominierten weiterhin die Landwirtschaft und das Gewerbe, obwohl ab den 1970er Jahren der 3. Sektor an Bedeutung gewann. Seit 1971 ist das Begegnungs- und Weiterbildungszentrum Centre de S. der ref. Kirche im Dorf angesiedelt.


Literatur
– A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'évêché de Bâle 7, 1907, 3-14 (Nachdr. 1980)

Autorin/Autor: Pierre-Olivier Léchot / ANS