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Dallèves, Raphy

geboren 26.1.1878 Sitten,gestorben 6.7.1940 Sitten, kath., von Sitten. Sohn des Raphaël ( -> 1). Ledig. Schon am Kollegium in Sitten zeigte sich D.s Vorliebe fürs Zeichnen. Erste Malstunden bei Joseph Morand, Maler und Zeichenlehrer, Kurse an der Académie Julian (1899-1900) und an der Akad. der Schönen Künste in Paris. Ab 1906 wieder im Wallis, arbeitete D. im Val d'Hérens. Er war mit Ernest Biéler befreundet und übernahm dessen Technik und Themen (Ecole de Savièse). Zahlreiche Aufenthalte in Florenz und Venedig. In seinen Porträts und Landschaften kommen die Resignation wie die Energie der Walliser Bauern im nie aufhörenden Kampf mit der Natur zum Ausdruck. 1907-38 stellte D. seine Werke mehrfach in der Schweiz, in Deutschland und in Italien aus. Bei seinem Tod vermachte er dem Kt. Wallis 200 Bilder und ermöglichte so die Gründung des kant. Kunstmuseums in Sitten.


Literatur
– L. Buzzini, Raphy D., 1941
BLSK, 244

Autorin/Autor: Ignace Carruzzo / CN