Eidgenössische Bank

Unter Beteiligung zweier Pariser Banken wurde die E. 1863 in Bern als Handels-, Effekten- und Notenbank gegründet. Erster Bankpräs. war der Berner Bundesrat Jakob Stämpfli. Nach Misserfolgen verzichtete die Bank 1882 auf die Notenemission. Im Rahmen einer Reorganisation verlegte sie 1892 den Hauptsitz nach Zürich und avancierte danach zur angesehenen Grossbank. Ihr einseitiges Engagement in Deutschland führte in den 1930er Jahren zu hohen Verlusten und in eine schwere Krise. 1945 wurden Aktiven und Passiven mehrheitlich an die Schweizerische Bankgesellschaft veräussert. Seitdem existiert die E. als der UBS nahe stehende Beteiligungs- und Finanzgesellschaft weiter. In den 1990er Jahren wurden die Rolle der E. bei der Devisenbeschaffung für das nationalsozialist. Deutschland und die Übernahme durch die UBS einer krit. Prüfung unterzogen.


Literatur
Denkschr. der E. 1863-1913, 1914
Schweiz. Bankgesellschaft 1862 1912 1962, 1962
Veröff. UEK 13-15

Autorin/Autor: Jan-Henning Baumann