• <b>Wander</b><br>Werbeplakat für das Hauptprodukt des Unternehmens, 1947 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). Anfänglich war Ovomaltine ein Stärkungsgetränk für Kinder und kränkelnde Menschen. 1923 trat die Marke erstmals bei einem Sportereignis als Sponsor auf. Von da an etablierte sich Ovomaltine als Getränk für jedermann.

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Die im Bereich von Spezialnahrung und pharmazeut. Produkten tätige W. AG ging aus der 1865 von Georg W. und Albert Lohner übernommenen Mineralwasserfabrik hervor, die Georg 1867 zum chem.-techn. Labor erweiterte. Er entwickelte in Zusammenarbeit mit Georg Albert Lücke, Theodor Langhans und Theodor Kocher schon ab den 1860er Jahren erste diätet.-pharmazeut. Spezialitäten mit Malz als Träger von medikamentösen Substanzen. Der eigentl. Aufschwung im Sektor Diätetika erfolgte 1904 mit der von Vater Georg und Sohn Albert entwickelten Ovomaltine und im Sektor Pharmazeutika 1921 mit dem von Otto Adolf Oesterle erfundenen Alucol. Seither wurden zwei Dutzend diätet. und 190 pharmazeut. Produkte geschaffen. Mit dem Erfolg der Ovomaltine entstanden ab 1906 erste Verkaufsdepots in Italien und England sowie 1913 die erste ausländ. Ovomaltinefabrik in Kings Langley (England). 1908 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft, nach der Schaffung weiterer Zweigfabriken in Deutschland, Frankreich, den USA und osteurop. Ländern 1923 in eine Holding umgewandelt. 1927 wurde die Produktion der diätet. Erzeugnisse von Bern nach Neuenegg verlegt, 2006 die europ. Produktion dort konzentriert. 1958 beschäftigten die W.-Gesellschaften 4'350 Mitarbeiter weltweit, 1966 bei einem Umsatz von 380 Mio. Fr. 6'500 Mitarbeiter, davon 1'300 in der Schweiz. 1967 fusionierte die W. mit der Sandoz AG. Ab 1996 bildete sie einen Hauptbereich der Division Nutrition der Novartis AG, Basel, der 2002 mit den wichtigsten Produkten an die Associated British Foods verkauft wurde.

<b>Wander</b><br>Werbeplakat für das Hauptprodukt des Unternehmens, 1947 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Anfänglich war Ovomaltine ein Stärkungsgetränk für Kinder und kränkelnde Menschen. 1923 trat die Marke erstmals bei einem Sportereignis als Sponsor auf. Von da an etablierte sich Ovomaltine als Getränk für jedermann.<BR/>
Werbeplakat für das Hauptprodukt des Unternehmens, 1947 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Literatur
Hundert Jahre Forschen und Wirken 1865-1965, 1965
– W. Thut, «Vom Zwei-Mann-Labor zum Weltkonzern», in Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik 79, 2005

Autorin/Autor: Walter Thut