Zenith

1865 gründete Georges Favre-Bulle in Le Locle die Uhrenfabrik Georges Favre-Jacot. 1911 übertrug er die Geschäftsleitung seinem Neffen und Schwiegersohn Jämes Favre. Das Unternehmen wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und in Anspielung auf ein 1905 entwickeltes Uhrwerk in Fabrique de montres Zénith umbenannt. Zwischen 1949 und 1972 ging das Kapital schrittweise an die Bank DuPasquier-Montmollin über. Nach dem 1972 erfolgten Verkauf an eine amerikan. Gesellschaft (Z. Rado Corporation) erwarb die Werkzeugmaschinenfabrik Dixi aus Le Locle 1978 das Geschäft. 1999 ging es an die Luxuswarengruppe LVMH über. 1882 beschäftigte die Firma 291 Personen, 1914 1'200, vor der Krise der 1970er Jahre rund 1'000, nachher noch 150, 2008 270 und 2012 330. Das Unternehmen, das bis Mitte der 1940er Jahre seine Produktion diversifizierte (u.a. Kriegs- und Luftfahrtsmaterial, Giesserei), vertrieb ab 1969 den automat. Chronografen El primero, der 1984 wieder aufgelegt wurde und von Uhrenliebhabern nach wie vor geschätzt wird.


Literatur
– P. Hostettler, «Fabrications de guerre ou la manne des munitions: le cas de la Fabrique de montres Zénith, 1914-1918», in MN, 1991, 111-128
– B. Blanchard, La fabrique de montres Zénith et la Banque DuPasquier, Montmollin & Cie, 1949 à 1972, Liz. Neuenburg, 2004
– M. Rössler, Z., 2008

Autorin/Autor: Hélène Pasquier / MS