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Grande Dixence

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Die 1950-64 auf 2365 m Höhe gebaute und zwischen 1961 und 1965 in Betrieb genommene Gewichtsstaumauer G. (Gem. Hérémence) steht an der Verzweigung des Val d'Hérémence und des Val des Dix. Sie folgte auf die Pfeilerstaumauer Dixence, welche die Energie de l'Ouest-Suisse (EOS) 1929-35 erbaut hatte, nachdem sie die ursprünglich der Aluminium Industrie Aktien Gesellschaft (Alusuisse) gehörende Konzession erlangt hatte. Mit einer Höhe von 285 m ist die Talsperre G. die höchste Gewichtsstaumauer der Welt. Der Stausee Lac des Dix hat ein Fassungsvermögen von 400 Mio. m3 und umfasst ein 600 km2 grosses Einzugsgebiet, das sich vom Mont-Blanc de Cheilon bis zum Mischabelmassiv erstreckt. Die Pumpstationen befinden sich in Arolla, Ferpècle, Stafel und Z'Mutt, die Produktionszentralen in Fionnay, Nendaz, Bieudron und Chandoline. Partner der 1950 gegr. Betriebsgesellschaft Grande Dixence SA sind die Elektrizitätsgesellschaften EOS, IWB (Industrielle Werke Basel), BKW und NOK (Elektrizitätswirtschaft). 2001 wurde eine Partnerschaft mit der EWZ AG (Elektrizitätswerk Zermatt) errichtet. G. ist an der Elektrizitätsversorgung von 18 Kantonen beteiligt und verfügt über ein durchschnittl. Produktionsvolumen von 2 Mrd. kWh pro Jahr. Mit dem Optimierungsprojekt von Cleuson-Dixence (1993-98) konnte die Produktionskapazität um den Faktor 2,5 vergrössert werden. 2003 bildeten die Grande Dixence SA, die EOS und die Walliser Elektrizitätsgesellschaft AG unter dem Namen Hydro exploitation SA mit Sitz in Sitten ein neues Unternehmen, um den Energiemarkt in der Westschweiz zu reorganisieren. G. entwickelte sich darüber hinaus zu einem Zentrum des Walliser Tourismus (Besichtigung der Staumauer, Gemsenpfad).


Archive
– Musée cantonal de géologie, Lausanne, Nachlass Nicolas Oulianoff
Literatur
– C. Dayer, Le Millénaire de la Dixence, 1981
– E. Logean, Du berger au mineur, 2000

Autorin/Autor: Bernard Monnet / GL