Durand & Huguenin

1871 übernahm Louis Durand eine 1860 von Gaspard Dollfus neben dem Gaswerk am linken Basler Rheinufer errichtete chem. Fabrik. 1872 beteiligte sich Durands Schwager Daniel Edouard Huguenin (1845-99) am Unternehmen, das nach dem Ausscheiden dieser beiden 1900 eine Aktiengesellschaft wurde. Ab den 1880er Jahren expandierte die auf Baumwolldruck-Farben spezialisierte Firma ins Ausland (Saint-Fons bei Lyon, Hüningen, New Jersey), zog sich aber nach 1900 wieder zurück. Als das Werk Hüningen 1920 eine unabhängige franz. Aktiengesellschaft wurde, blieb nur das Basler Stammhaus übrig. 1922 musste das Aktienkapital halbiert und zur Sanierung die Hilfe der dt. Bayer und der franz. Kuhlmann beansprucht werden. Bis 1940 die Basler IG (Ciba, Geigy und Sandoz) die Mehrheit übernahm, war die dt. IG Farben bestimmend. Die neuen Eigentümer wollten keinen Konkurrenten aufbauen, weshalb sich D. weitgehend auf Farben beschränkte und klein blieb (1968 582 Beschäftigte). 1969 wurde das Unternehmen nach schlechtem Geschäftsgang in die benachbarte Sandoz integriert.


Archive
– FirmenA Novartis, Basel
– SWA, Slg. Firmenakten

Autorin/Autor: Bernard Degen