Maschinenfabrik Oerlikon (MFO)

1876 von Peter Emil Huber als Werkzeug- und Maschinenfabrik Oerlikon gegründet, 1884/85 Einrichtung der elektrotechn. Abteilung unter der Leitung von Charles Brown, 1886 Umbenennung in M. Das Unternehmen beteiligte sich 1891 zusammen mit der Allg. Elektricitäts-Gesellschaft Berlin an der Stromübertragung von Lauffen am Neckar zur elektrotechn. Ausstellung in Frankfurt am Main. 1899 übernahm eine Bankengruppe unter der Leitung der Schweiz. Kreditanstalt einen Teil der Aktien, die sich bis dahin ausschliesslich in Familienbesitz (Peter Emil Huber, Friedrich Wegmann) befunden hatten. 1905-06 erfolgte eine Reorganisation; u.a. ging die Werkzeugfabrikation an die Schweiz. Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon (später Oerlikon-Bührle) über, während die M. die elektrotechn. Abteilung von Rieter übernahm. Bis 1909 führte die M. (zeitweise mit Siemens-Schuckert) elektr. Traktionsversuche zwischen Seebach und Wettingen durch, die von Bedeutung für die SBB-Elektrifizierung waren. 1936 begann eine kontinuierl. Reorganisation des Unternehmens, u.a. wurde ein modernes Personalwesen und die Ideologie der Betriebsgemeinschaft eingeführt. Unter der Leitung von Georg Heberlein und Franz Luterbacher wurde die M. 1967 in die BBC (später Asea Brown Boveri) integriert. Als organisator. Einheit blieb die M. jedoch bis Mitte der 1970er Jahre relativ selbstständig innerhalb der BBC erhalten. Das Unternehmen beschäftigte 1879 199, 1930 3'351 und 1967 ca. 4'500 Personen.


Literatur
75 Jahre M., 1951
– R. Jaun, Management und Arbeiterschaft, 1986, 285-371

Autorin/Autor: Peter C. von Salis