• <b>Alexander Suworow</b><br>Die russischen Truppen von General Suworow am Klöntalersee, Anfang Oktober 1799. Zeitgenössische Radierung von  Ludwig Hess (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv). Nachdem die Vereinigung mit den Truppen von General Alexander Korsakow nicht zustande gekommen war – diese waren in der zweiten Schlacht bei Zürich geschlagen worden –, mussten Suworows Truppen ins Glarnerland ausweichen.

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Suworow, Alexander

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geboren 24.11.1730 Moskau, gestorben 18.5.1800 bei Asow (Russland). Russ. General, ab 1799 Fürst und Generalissimus. 1768-74 Truppenführer im Russ.-Türk. Krieg und 1794 bei der Niederschlagung des poln. Aufstands. Im Rahmen des 2. Koalitionskriegs von Grossbritannien, Österreich und Russland gegen Frankreich verdrängte S. mit seinem russ. Korps im Sommer 1799 die franz. Truppen aus Oberitalien. Anschliessend sollte er im Raum Zürich mit der Armee von General Alexander Korsakow gegen die franz. Helvetienarmee von General André Masséna antreten. S. wollte mit einem schnellen Vorstoss seiner 21'000 Soldaten zählenden Truppe über den Gotthard sowie den Lukmanier und den Oberalp (Division Rosenberg) und durch die Innerschweiz Masséna in den Rücken fallen. Nach Gefechten bei Faido und Airolo gegen die Franzosen erreichte er mit seiner Truppe am 24. September den Gotthardpass und - nach harten Kämpfen in der Schöllenen gegen den franz. General Claude-Jacques Lecourbe - drei Tage später Altdorf (UR). Am 25. und 26. September verlor Korsakow die 2. Schlacht bei Zürich (Schlachten bei Zürich), sodass der strateg. Plan scheiterte, die beiden russ. Heere miteinander zu vereinen. S.s Truppe musste über den Kinzigpass ins Muotatal und dann über den Pragelpass ins Glarnerland ausweichen und sich - da der österr. General Johann Konrad Hotz bei Schänis ebenfalls geschlagen worden war - am 6. und 7. Oktober über den verschneiten Panixerpass ins Vorderrheintal absetzen. Am 12. Oktober verliess seine Truppe Bünden über den St. Luzisteig und marschierte über München nach Russland zurück. Der von Unwettern, Schnee und ständigen Gefechten begleitete Alpenzug forderte hohe Verluste. Die schlechte Koordination der österr.-russ. Armee von Wien aus hatte S. in Bedrängnis gebracht, aus der ihn die unentschlossene Kampfführung von Masséna und Jean-de-Dieu Soult rettete. Die Schweizer Historiografie und die S.-Legende würdigen v.a. S.s militär. Leistung und weisen auf das Elend der vom Alpenzug betroffenen Bevölkerung hin. Entlang der Marschroute stehen Gedenkstätten und -tafeln.

<b>Alexander Suworow</b><br>Die russischen Truppen von General Suworow am Klöntalersee, Anfang Oktober 1799. Zeitgenössische Radierung von  Ludwig Hess (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Nachdem die Vereinigung mit den Truppen von General Alexander Korsakow nicht zustande gekommen war – diese waren in der zweiten Schlacht bei Zürich geschlagen worden –, mussten Suworows Truppen ins Glarnerland ausweichen.<BR/>
Die russischen Truppen von General Suworow am Klöntalersee, Anfang Oktober 1799. Zeitgenössische Radierung von Ludwig Hess (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).
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Literatur
– H. Fäh, «S.s Gewaltsmarsch über die Alpen», in Terra plana, 1999, Nr. 1, 25-30
– F. Heer, «Der Alpenübergang General S.s 1799», in ASMZ, 1999, Nr. 9, 1-31 (Beil.)
– L.M. Venturi, S. in der Schweiz, 1999
Actes/Colloque Souvorov du bicentenaire 1799-1999, redigiert von H. de Weck, A. Zurfluh, 2001

Autorin/Autor: Adolf Collenberg