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Thibaudet, Albert

geboren 1.4.1874 Tournus (Burgund), gestorben 16.4.1936 Genf, kath., Franzose. Sohn des Joseph Emile und der Marie-Louise geb. Lambert. Ledig. 1908 Lehrerlaubnis für Geschichte und Geografie. Geprägt durch die Philosophie Henri Bergsons, seines Lehrers am Lycée Henri IV in Paris, erneuerte T. die "Chronique de la littérature", indem er den Text ins Zentrum stellte. Ab 1912 zeichnete er für die Literaturchronik der "Nouvelle Revue française" verantwortlich. Seine Abhandlungen über Stéphane Mallarmé und Gustave Flaubert und seine Gedanken zum Roman machten ihn berühmt. Ab 1924 bis zu seinem Tod wirkte T. als Prof. für franz. Literatur an der Univ. Genf. Jean Rousset und Albert Béguin studierten bei ihm. Mit Léon Bopp, dessen literar. Laufbahn er förderte, war er freundschaftlich verbunden. 1924-36 schrieb er regelmässig für das "Journal de Genève". Als enzyklopädisch gebildeter Geist äusserte sich T. auch zu polit. Fragen; davon zeugt v.a. sein Werk "La République des professeurs" (1932).


Literatur
– M. Leymarie, Albert T., l'"outsider du dedans", 2006

Autorin/Autor: Roger Francillon / GL